Das Bild zeigt eine Luftaufnahme der Stadt Wetzlar mit der Hochstraße

Ausgangssituation und Planungsziel für den Ersatz des Brückenzugs

Als wichtige Verbindung zwischen den Großräumen Köln und Dresden hat die B 49 neben einer hohen überregionalen Bedeutung auch einen hohen Wert für die gesamte Region. Zudem hat die B 49 heute eine viel größere Bedeutung für den Fernverkehr als ursprünglich vorgesehen.

Doch die etwa einen Kilometer lange Hochstraße sowie weitere Brücken der B 49 in Wetzlar müssen ersetzt werden. Zahlreiche Bauwerke des bestehenden Brückenzugs in Wetzlar erreichen in absehbarer Zeit das Ende ihrer Nutzungsdauer und müssen daher ersetzt werden.  Gemäß aktueller Bewertung kann die Hochstraße der B 49 unter Auflagen längstens bis zum Jahr 2035 in Betrieb gehalten werden.

Der Ersatz des Brückenzugs hat das Planungsziel, eine verkehrssichere und leistungsfähige B 49 herzustellen sowie die Innenstadt von Wetzlar weiterhin gut anzubinden.

Hessen Mobil hat im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums technische Möglichkeiten für einen Ersatz des gesamten Brückenzugs untersucht. In einem umfassenden Planungsprozess mit Variantenprüfungen wurde die bestmögliche Lösung für den Bund, die Stadt Wetzlar und die Region entwickelt. Dabei standen die verkehrliche Wirkung, die Wirtschaftlichkeit, die städtebaulichen Aspekte sowie die Belange von Mensch, Natur und Umwelt im Fokus. Nach sorgfältiger Abwägung wird die Variante „B 49n, Umfahrung Dalheim im Tunnel mit Neubau Stadtzubringer“Öffnet sich in einem neuen Fenster als Vorzugsvariante in den nächsten Planungsphasen weiter ausgearbeitet. 

Übersicht über die notwenigen Baumaßnahmen.
Übersicht über die notwendigen Baumaßnahmen und Zuständigkeiten (Ausgangssituation)

Endzustand nach Abschluss des Projektes

In der Vorzugsvariante wird der überwiegende Teil des regionalen und überregionalen Durchgangsverkehrs westlich von Dalheim über eine neu herzustellende B 49 größtenteils durch einen Tunnel auf die A 480 und anschließend auf die A 45 geleitet. Die A 480 wird mit Lärmschutz ausgestattet, die A 45 sechsstreifig ausgebaut. Dadurch wird die Wetzlarer Innenstadt erheblich entlastet, bleibt aber über zwei Stadtzubringer – von Osten und Westen – sowie den Westanschluss weiterhin erreichbar.

Übersichtskarte B49 mit Eintragungen zum Endzustand.
Der Endzustand im Überblick

Der gesamte Abschnitt des bisherigen Streckenverlaufs der B 49 zwischen der zukünftigen Anschlussstelle bei Kloster Altenberg und der Anschlussstelle Wetzlar-Ost wird auf jeweils einen Fahrstreifen pro Richtung reduziert. Dies eröffnet Chancen für eine positive städtebauliche Entwicklung in Wetzlar.

Informationen zur Umfahrung im Tunnel mit Neubau StadtzubringerÖffnet sich in einem neuen Fenster

Der Westanschluss wird neben dem Stadtzubringer West als zusätzliche westliche Anbindung dauerhaft erhalten bleiben, um die südliche Kernstadt anzubinden.

Informationen zum WestanschlussÖffnet sich in einem neuen Fenster