Farbig markierte Karte zeigt Prognose 2035, Anzahl der Fahrzeuge werktags je 24h, je Fahrtrichtung

Der Bedarf für den Seitenstreifenanbau

Gemäß der aktuellsten Verkehrsuntersuchung fahren auf der B 49 zwischen der Anschlussstelle Wetzlar-Ost und dem Dreieck Gießen-Bergwerkswald im Durchschnitt werktags über 50.000 Fahrzeuge. Darunter sind in manchen Bereichen rund 6.400 Lkw.

Die Gesamtzahl der Fahrzeuge wird sich bis zum Jahr 2035 voraussichtlich auf rund 60.000 Fahrzeuge pro Tag erhöhen. Dies ergibt die Prognose der aktuellen Verkehrsuntersuchung, die auf einer Verkehrszählung aus dem Jahr 2022 basiert. 

Abgesehen von einzelnen Haltebuchten gibt es in diesem Streckenabschnitt keine Seitenstreifen. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den Verkehrsfluss zu verbessern, sollen auf dieser Strecke in beiden Fahrtrichtungen Seitenstreifen angebaut werden. Damit wird künftig (zum Beispiel bei Baustellen) eine sogenannte 4+0-Verkehrsführung möglich: Das heißt, alle vier Fahrstreifen können bei Bedarf auf eine Richtungsfahrbahn gelegt werden. So stehen selbst während Bauarbeiten weiterhin zwei Fahrstreifen je Richtung zur Verfügung, während auf der anderen Richtungsfahrbahn gearbeitet wird. Im Pannenfall können Fahrzeuge zudem sicher auf dem Seitenstreifen abgestellt werden.

Grafik in Graustufen mit Zahlen zeigt Regelquerschnitt im Bestand
Regelquerschnitt im Bestand (RAL 2012, RQ21), Abmessungen in [m]
Schwarz-Weiß markierte Grafik mit Zahlen zeigt den Regelquerschnitt in der Planung
Regelquerschnitt in der Planung (RAA 2014, RQ31), Abmessungen in [m]

Zusätzlich zu den fehlenden Seitenstreifen stammen die vier Brücken im Streckenverlauf aus den 1960er Jahren und müssen in absehbarer Zeit erneuert werden.

Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung hat ergeben, dass ein Ersatzneubau dieser Bauwerke im Zuge des Seitenstreifenanbaus die sinnvollste Lösung darstellt. Hessen Mobil bezieht die Bauwerksplanung für diese Brücken daher bereits in die Planung für den Seitenstreifenanbau mit ein.

Der westliche Streckenabschnitt des Projektes – also der Bereich zwischen Wetzlar-Ost und Dutenhofen – hat dabei Priorität. 

Luftaufnahme mit rot markierten Schriftzügen zeigt die Brücken zwischen Wetzlar-Ost und Dutenhofen
Brücken zwischen Wetzlar-Ost und Dutenhofen

In den 1960er Jahren wurden Brücken häufig nur mit einem einteiligen Überbau errichtet. Drei der vier Brücken in diesem Abschnitt sind in dieser Bauweise hergestellt. Nach heutigen Standards werden Brücken mit diesen Breiten mit jeweils zwei getrennten Überbauten (je einer pro Fahrtrichtung) geplant und gebaut. Diese Bauweise ermöglicht (im Falle eines Ersatzneubaus oder bei Sanierungsarbeiten) die Führung des gesamten Verkehrs jeweils über die andere Seite der Brücke.

Im Rahmen der Voruntersuchung wurde für die Strecke eine Vorzugsvariante entwickelt, die im Bestandskorridor verläuft. Diese wird im Rahmen der Entwurfsplanung detailliert ausgearbeitet. 

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