Die räumliche Ausgangssituation im Bereich des Projekts B 49 Seitenstreifenanbau zwischen Wetzlar-Ost und Dutenhofen ist anspruchsvoll und schränkt die Entwicklung möglicher Varianten erheblich ein:
Parallel zur B 49 verlaufen sowohl eine Bahnstrecke als auch die L 3285. Nördlich der B 49 sind die Lahn und mehrere Schutzgebiete (Landschaftsschutzgebiet Auenverbund Lahn-Dill, EU-Vogelschutzgebiet Lahnaue zwischen Atzbach und Gießen, FFH-Gebiet Lahnaue zwischen Atzbach und Gießen und drei Naturschutzgebiete) sowie ein Überschwemmungsgebiet betroffen.
Südlich der B 49 schränkt die bewegte Topografie und der damit verbundene technische Aufwand die Variantenentwicklung stark ein.
Darüber hinaus steht Hessen Mobil in enger Abstimmung mit der Autobahn GmbH, die die sechsstreifige Erweiterung der A 45 und den dazugehörigen Umbau der Anschlussstelle Wetzlar-Ost plant.
Im Rahmen der Voruntersuchungen für den Seitenstreifenanbau auf der B 49 wurden für den Streckenverlauf drei Varianten untersucht: Eine nördlich der jetzigen Bestandstrasse verlaufende Variante sowie eine südlich verlaufende Variante wurden aufgrund der genannten Zwangspunkte und der damit eingeschränkten Machbarkeit frühzeitig ausgeschlossen. Die im Bestandskorridor verlaufende Variante wurde als Vorzugsvariante priorisiert; diese wird in der Entwurfsplanung detaillierter ausgearbeitet.
Der Querschnitt der B 49 wird durch den Anbau der Seitenstreifen und durch die erforderliche Anpassung der Mittelstreifen verbreitert. Im Zuge der Voruntersuchung wurde die Verbreiterungsrichtung sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch nach Norden / Süden näher betrachtet. Unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Zwangspunkte und Randbedingungen haben sich drei Ausbauabschnitte ergeben, die die erforderlichen Eingriffe minimieren: